Das bin ich

Das bin ich

Wie findet Ihr unser Tagebuch?

Sonntag, 1. Juli 2007



06.06.2007 Mittwoch „Kulturtag“
Heute haben wir uns vorgenommen Bangkok anzuschauen, dass so genannte Kulturpflichtprogramm. Wir haben uns von Deutschland aus einen thailändischen Guide der deutsch spricht bei http://www.sanfred.fasthoster.de/ gebucht. Also holte uns unser Guide der übrigens San heißt und mit einem deutschen in Bangkok zusammen lebt, um 9:00 Uhr mit seinem Auto und einem Fahrer Jan vom Hotel ab. Als erstes fuhren wir zum Grand Palace Königspalast. Ich als Frau hatte mich natürlich dementsprechend gekleidet, d.h. einen T-Shirt mit bedeckten Schultern und eine lange Hose. Denn um hier aufs Gelände zu kommen, muss man sich an die strenge Kleiderordnung halten. Es gilt für Frauen als auch für Männer. Nun gut, für die, die nicht daran denken sich ordnungsgemäß anzuziehen, es werden genug T-Shirts direkt vorm Eingang verkauft.
Am Eingang beobachten wir eine Menschenmasse von Japanern, Chinesen, Europäern und anderen, alle strömen auf das Gelände des Grand Palace. Sehr witzig waren die Japaner und auch die Chinesen, die in einem Meer von Regenschirmen, wie ein Fischstrom durch das Gelände sich fortbewegten. Grand Palace war wirklich echt groß und viele Buddhas sitzen schon sehr lange hier. Wir sahen einen goldenen Turm und jede Menge schöne edle Tempel mit viel Liebe zum Detail. Aufgefallen ist uns, dass sich auf dem Gelände sehr viele kleinere Baustellen befinden, wie auch sonst überall in anderen Tempeln in Bangkok, wie wir später bemerken. Alles wird für den König vorbereitet und neu renoviert wie uns San berichtet. Denn der König Rama IX geboren am 5. Dezember 1927 in Cambridge, Massachusetts, USA, feiert dieses Jahr am 5. Dezember seinen 80 -sten Geburtstag. Also diejenigen die dieses Jahr im Dezember in Bangkok sein werden, können sich auf sehr viele Thais in gelben T-Shirts, auf überfüllte Straßen und überteuerte Preise freuen (Bitte nicht alles sehr ernst nehmen, was ich schreibe). Ich denke es könne auch für einen oder anderen sehr interessant sein und man würde bestimmt viele Dinge sehen, die man nur selten zu Gesicht bekommt. Wir hatten ungefähr eine Stunde Zeit für das Grand Palace, natürlich haben wir nicht alle Heiligtümer gesehen, aber wir mussten weiter. San trafen wir draußen an unserem Treffpunkt.
Wir liefen einen kleinen Markt entlang, der sich in einer engen Gasse befand und kamen an einer Anlegestelle, wo auf uns bereits ein Longtailboot wartete. Wir bezahlten 500 Bath.
Die fahrt auf dem Klong war sehr interessant wir sahen sehr arme kleine verwahrloste Häuschen, wo kleine Kinder zwischen aufgehängter Kleidung gespielt haben, direkt daneben stehen reiche große und wunderschöne Villen. Dieser Gegensatz, diese Spalte zwischen arm und reich fällt hier einem direkt in die Augen. Wir sahen riesige Warane, die wie Krokodile auf der Oberfläche lagen. Unser Longtailboot setzte uns an der Königlichen Garage für die Königlichen Boote, den so genannten „Königsbarken“ ab. Auch hier mussten wir Eintrittspreis bezahlen, wenn man fotografieren wollte war der Preis höher. San hat uns fast zu jedem Boot eine Geschichte erzählt. Es sind lange Boote, verziert mit Gold wie die Tempel und geschmückt mit stolzen und eigenartigen Figuren. Die Boote zeigen sich einmal im Jahr zu Ehren des Königs auf dem Fluss bei einem großen Fest.
Von hier aus ging wieder mit unserem Longtailboot zum Wat Pho Tempel (wieder Eintritt bezahlt), wieder ein schöner Tempel und der größte liegenden Buddha (46m lang,15m hoch), den man nicht so einfach komplett auf ein Foto bekommt. Wer Glück möchte, wirft in jeder der 108 Krüge die für eine Tugend stehen, je eine Münze. Auch dieses Gelände ist zum Verlaufen groß, auch hier sind viele kleine und auch große Baustellen, für einige Bath haben wir uns auf einem Dachziegel verewigt, der dann auf einem der Tempel gelegt wird. Hier zeigt uns San einen Tempel mit einem schönen goldenem Buddha, vor dem wir einige Minuten knien und wieder Fotos schießen. Von hier aus sind wir weiter zu einem anderen Tempel und noch mehr Buddha gelaufen. Irgendwann wurden wir hungrig. Wir gingen mit San in ein kleines Thailändisches Restaurant, wo wir beide für umgerechnet 2 € gegessen und getrunken haben. Anschließend wurden wir von unsrem Fahrer abgeholt und zu Teakholzpalast in dem der alte König, der Opa von dem jetzigen König gelebt hat gefahren, dass durften wir uns dann auch anschauen, es hat sehr lange gedauert, wir hatten lange Wartezeiten für die Führung. Na ja es war o.k. muss aber nicht unbedingt besichtigt werden, wenn man schon einige Tempel hinter sich gebracht hat. Von hier aus ging es weiter zum Chinatown.
Man sieht direkt wo der Chinatown beginnt, d.h. es gibt so etwas wie ein Tor oder Eingang zu Chinatown. Wir fühlen uns direkt wie in einem anderen Land, also wie in Shanghai. Überall, diese berühmte Schriftzeichen, die, die Straße schmücken und überall sehen wir wimmelnde Menschenmassen die von Geschäft zu Geschäft, von Stand zu Stand, von Haus zu Haus laufen und es herrscht hier auch ein unvergesslicher Verkehrstrubel, viele Autos und sehr, sehr viele Mopeds, wie viele Ameisen huschen die durch die Straße. Die Abgase der vielen Autos und der Mopeds verursachen einen richtigen Smog und es ist richtig unangenehm, eigentlich bekommt man gar keine Luft. Hier haben die bestimmt noch nie was von Filtern oder von dem Klimawandel gehört. Ich weiß nicht wie die Frauen an den Straßenrändern mit Ihren Ständen den ganzen Tag, nein ihr halbes leben dort verbringen können, welches bestimmt wegen der ganzen Abgase nicht sehr lang sein wird. Wir liefen die ganze Zeit hinter San her, der uns in eine der Seitengassen geführt hat. Es war ein Chinesischer kleiner Markt hier ging es etwas ruhiger zu, aber bessere Luft bekamen wir hier auch nicht. Hier wurde einfach alles verkauft wie Vogelnester, chinesische Kräutermedizin, chinesische Papierlaternen, Hühner, Enten, Glück bringende Amulette, Kerzen, Antiquitäten, chinesisches Tempelzubehör, Gewürze, sonstige lebendige und tote Tiere, unglaublich viel essbares, leider konnten wir teilweise nicht genau erkennen was es war. Das ganze vermischt hat eine schlecht riechende, stinkende Luft oder nein besser gar keine Luft verursacht.
Nun war es schon 18:00 Uhr und wir fuhren zum Lumpini Park Suan Lum Night Bazaar Bangkok. Dieser Bazaar findet jeden Tag von 18:00 bis 01:00 statt. Hier kann man shoppen, handeln, auf dem überdachtem sehr großen Gelände im zentralen Ess-Bereich, wo viel Tische und Stuhle stehen, lecker und sehr günstig essen und den live Bands zu hören und zu schauen, es gibt jeden Abend bis zu 4 Bands, die dort auftreten. Die "Food Stände" von Suam Lum sind eine Fressgrube. Geboten werden Sushi, Saté-Spießchen, Seafood, scharfe Currys und gebratene Bananen usw. Die Atmosphäre ist toll. Und wir lassen uns es richtig gut mit ein paar Singha Bier gehen. Anschließend nach einer der tollsten Fußmassage für 150 Bath für ne halbe Stunde, wo unsere müden Füße wieder munter gemacht wurden, fuhren wir weiter mit dem Auto zu einer Ladyboyshow „Calypso“ . Hier natürlich auch den Eintrittspreis bezahlt, schauten wir und die Frauen, die früher einmal Männer waren und besser aussehen als die Thailändischen Frauen, bei Ihrem Auftritt zu. Es war sehr witzig und wir haben sehr viel gelacht.
Weiter ging es mittlerweile schon nach 24:00 zum dem einzigartigen Blumenmarkt. Überall sind dicke Blumenbündel angeliefert: Rosen, Orchideen, Lotusblüten, Tulpen und Gladiolen. Es ist warnsinnig, wie viele Blumen es dort gibt. San erzählt uns dass alle Blumen in der Nacht komplett verkauft werden, was eigentlich für mich unmöglich aussieht.
Es ist kurz vor 01:00 in der Nacht und wir sind Tod müde. San und sein Fahrer Jan bringen uns zurück zum Hotel.
Jetzt möchte ich mich bei San für den sehr schönen und interessanten Tag bedanken, den wir hätten bestimmt ohne Ihn nicht soviel interessantes und spannendes an nur einem Tag gesehen. Dankeschön lieber San.
Wir nehmen uns vor morgen gegen 9:00 aufzustehen, gemütlich zu frühstücken, zu packen und bis 12:00 aus zuchecken, sonst müssen wir für einen weiteren Tag bezahlen. Denn morgen Abend geht es weiter mit einem Nachtzug nach Surat Thani. Wir fallen ins Bett und schlafen ein.

Keine Kommentare: