Das bin ich

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Sonntag, 1. Juli 2007




07.06.2007 Donnerstag „Zugfahrt nach Surat Thani“
Es ist dunkel und schön frisch von der Klimaanlage in unserem Zimmer. Viktor wacht als erster auf und sieht auf die Uhr, vor lauter Schrecken weckt er mich auf. Es ist schon 11:30 !!! Oh, nein wir haben verschlafen, in einer halben Stunde müssen wir auschecken und es ist noch nichts gepackt. Wir springen beide vom Bett, reisen die Gardinen auf und sehen wie hoch die Sonne schon steht. Schnell stopfen wir alle unsere Klamotten in unsere Taschen, putzen uns die Zähne, kontrollieren, ob wir nichts vergessen haben und raus aus dem Zimmer. 12:00 geschafft! Wir checken aus und geben unsere Taschen bis zum Abend zu Aufbewahrung.
So nun haben wir noch einen halben Tag vor uns und den hatten wir vor auf der Khao San zu verbringen. Wir nahmen uns einen TUK TUK und fuhren für ca. 70 Bath zu der Khao San.
Angekommen. Gefrühstückt haben wir bei MC Donalds, anschließend liefen wir wieder, wie auch am ersten Tag die ca. 500 m. Straße entlang. Kauften uns einige Sachen, beobachteten die Menschen und saßen in einigen Bars hörten Musik und tranken einen Singha.
Gegen 17:00 schnappten wir uns wieder einen TUK TUK und fuhren zum Hotel, um unsere Taschen abzuholen. Des selbe TUK TUK hat uns auch zum Railway Station „Hualamphong“ gebracht.
Am Bahnhof angekommen wurden wir direkt von verschiedenen „official touristsinformations“ abgefangen, wir aber hatten bereits einen Ticket für unseren Zug, also sind wir einfach an denen vorbei und suchten uns zwei freie Plätze, da wir ja doch etwas früh dran waren. Wir entspannten uns und ließen die Bahnhofsatmosphäre auf uns wirken. Der Bahnhof, geschmückt mit dem großen Wandbild des Königs, bietet viele Sitzgelegenheiten und macht einen sehr sauberen und guten Eindruck, in einer Ecke hängt eine riesige Leinwand, wo die ganze Zeit irgendwelche thailändischen Serien mit Werbung und Musik laufen. Links und rechts von den Sitzen gibt es einige Cafes, wo man etwas zu essen und trinken kaufen kann. Wir sind viel zu früh dran, essen eine Kleinigkeit und kaufen in einem der Supermärkte etwas zu Trinken und Snacks für die Zugfahrt ein. Es sind viele Leute hier, mehr Einheimische als Touristen. Plötzlich ertönt irgendwelche Musik aus den Lautsprechern und alle Menschen um uns herum stehen mit einem Ruck gleichzeitig auf. Wir erschreckten uns, was ist den jetzt los. Stehen auch auf, schnappen unsere Digicamp und den Fotoapparat und nehmen schnell dieses Ritual auf. Es ging wirklich alles sehr schnell, Musik hört plötzlich wieder auf und alle setzen sich wieder hin bzw. gehen weiter ihrer Tätigkeit nach, als ob nichts gewesen ist. Wir sind immer noch total verblüfft davon, was wir eben gesehen haben. Später erfahren wir, das es bei den Thais immer so ist, zwei mal am Tag um 8:00 und um 18:00 ertönt die Hymne aus den Lautsprechern und alle stehen auf. Nun ja die Zeit ging sehr schnell vorbei und wir begabten uns zum Bahnsteig.
Unser Zug war schon da. Der Zug macht von außen einen soliden und stabilen Eindruck. An den Bahnsteigen sind viele kleine Stände aufgebaut wo man Zeitschriften und Gegrilltes kaufen kann, wir wollten nichts und stiegen ein. Jetzt befinden wird uns in einem schätzungsweise 3m breiten Schlafwagen. Im Moment ist nichts von Betten zu sehen. Rechts und links an den Fenstern sind zwei Sitze gegenüberliegend angebracht. Die zwei Sitze zusammen geschoben ergäbe ein Bett und das zweite Bett ist noch versteckt über unseren Köpfen in einem Fach. Es ist klimatisiert und recht frisch und trotzdem befinden sich im Gang an der Decke Ventilatoren, die zum Glück ausgeschaltet waren. Auf dem Gang befinden sich Metallstangenkonstruktionen, die so ähnlich wie kleine Leiter mit einem Gepäckträger aussehen. Der Zug fährt eine Minute zu früh los und wir bekommen Bangkoks ärmste Häusersiedlungen zu sehen. Eine Nette Dame spricht uns an, ob wir ein Abendessen ca.150 Baht und/oder ein Frühstück für ca. 80 Baht bestellen wollen, wir bestellen beides und ein Singha Bier für sofort. Wir machen es uns gemütlich und trinken unseren Singha. Gegen 22:00 kommt unser Abendessen. Es ist in kleine Styropor Behälter und mit einer Klarsichtfolie eingepackt. Es ist warm um lecker. Sofort nach dem Essen, beginnt eine kleine Dame damit unsere Betten herzurichten. Sie klappt, schiebt und bezieht unsere frischen Betten. Es geschieht alles sehr schnell, sie kennt wohl alles ihre Handgriffe. Zum Schluss wird nur noch ein blauer Vorhang rangehängt, schon sind unsere Schlafgemächer fertig. Ich schlafe unten und Viktor klettert nach oben. Von unten habe ich das ganze Fenster und kann normalerweise im Liegen rausschauen. Es ist aber jetzt schon so dunkel, dass man gar nichts mehr sieht bis auf einige Lichter irgendwo in der Ferne. Ich hatte eine lange Hose, Socken, ein T-Shirt und einen Pullover an. Und trotz der Decke war mir in der Nacht kalt geworden. Irgendwann ist Viktor zu mir runter geklettert, weil ihn oben die längliche Lampe an der Decke geblendet hat und er nicht richtig schlafen konnte. So haben wir uns dann an einander gekuschelt, es wurde warm und wir konnten einige Stunden schlafen, bis es langsam heller wurde.

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