Das bin ich

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Sonntag, 1. Juli 2007

08.06.2007 Freitag „Khao Sok – Endlich Ruhe“
Langsam sind auch unsere Nachbarn aus ihren Betten raus gekrochen. Wir bekamen im Bett unser Frühstück, nicht wirklich empfehlenswert. Kalter Toastbrot, dazu Butter (kein Schmiermesser), etwas Marmelade und etwas Ananas. Viktor bestellte sich dazu einen Kaffe und ich mir einen Tee. Nach dem ich meinen Tee bekommen hatte und einen Schluck probiert hatte, es schmeckte nach chlor, wurde mir bei dem Anblick ins Glass schlecht. In dem Glass waren ganz viele kleine Fliegen. Ekelhaft. Nach dieser Erfahrung habe ich keine Tee mehr in Thailand angerührt.
Einige Minuten später, wir haben wirklich gerade erst geschafft aufzuessen, waren wir da. Endlich angekommen, wurden wir wieder mit vielen Rufen „Do you need a taxi“ „Where are you go“ von allen Seiten, wir suchten einfach wieder unseren Guide, der mit einem Schildchen mit unseren Namen auf uns wartete. Sein Name ist Ling und erst konnte ich sein Englisch schlecht verstehen, doch mit der Zeit habe ich mich dran gewöhnt und ihn dann besser verstanden. Ling hat mit seinem Pickup auf uns gewartet. Anscheinend wurden nur wir abgeholt, all die anderen Touristen aus unserem Zug gingen zu einem Reisebus der Richtung Koh Samui fahren sollte.
Nun ja, Ling packte unsere mittlerweile zwei Taschen (wir hatten eine in Bangkok noch dazu gekauft) auf seinen Pickup, wir stiegen ein und fuhren los. Die Fahrt bis nach Khao Sok sollte ca. eine Stunde dauern. Es war noch sehr früh am Morgen und die Straßen waren noch nicht so voll und da ich sowieso erledigt von der Zugfahrt war, habe ich mehr oder weniger versucht zu schlafen. Während der Fahrt wachte ich immer wieder auf und schaute auf die Straße. Wir sahen vor uns riesige Felsformationen.
Wir kamen am See, an einer Anlegestelle für Longtaiboote an. Unsere Taschen wurden auf die Boote getragen, wir liefen hinterher. Nun waren wir zu viert, wir zwei, Ling und noch ein Thai der das Boot (den Motor) bediente (an den Namen kann ich mich nicht mehr erinnern, da er kein Englisch sprach, haben wir uns kaum mit ihm unterhalten). Jeder hat seinen Platz auf dem Boot gefunden und wir düsten in unser Abenteuer in Khao Sok zu. Dieses Motorengeräusch war warnsinnig laut und wir waren wirklich sehr schnell. Der See, das Türkisgrüne Wasser, es war wie ein unglaublich großer, glatter Spiegel in dem sich alles um uns herum spiegelt und der mit unsrem Boot geschnitten wird, als ob man ein Bild zerreißen würde. Überall waren riesige Felsen die direkt aus dem Wasser in die Höhe ragten und die kleinen Wolken die, die Felsen streichelten, bildeten verschiedene Formen. Auf den Felsen wuchsen überall Bäume, dichter Jungle. Wir fuhren diesen sehr großen und eigenartigen Felsen. Das Wetter war traumhaft warm, die Sonne schien so stark, das ich meine Mütze und die Sonnenbrille auf gehabt habe, um keinen Sonnenstich zu bekommen. Als wir endlich anhielten und der Motor aus war, merkten wir, was für eine atemberaubende Ruhe dort herrscht. Keine Flugzeuggeräusche, keine Autos, keine Musik, keine Menschen, weit und breit keine Zivilisation - nur Affengeschrei, Vogelzwitschern und Insekten hörten wir aus der Ferne. Es kam uns vor, als ob wir als ersten Menschen in dieses wunderschöne Fleckchen Erde eingetaucht worden. Wir hatten zuvor noch nie so etwas Schönes gesehen. Als, ob der liebe Gott diesen Ort erschuf und danach





die Form zerbrach und er sagte, dieser Ort ist nur für ganz besondere Menschen gedacht un

d genau so füllten wir uns auch. Einige Minuten konnten wir es genießen, dann ging der Motor wieder an und wir fuhren zwischen den Felsen weiter. Viktor durfte dann auch mal an den Motor und das Boot selber fahren. Das war ne Menge Spaß.







Ratchaprabha-Lake – Übernachtung auf dem Wasser“
Endlich sahen wir hinter einem Felsen unsere Schwimmenden Hütten, die Zwischen einer kleinen Insel auf dem See und dem was ich vermute Festland auf Bambusstangen gebaut waren. Das war unser Zuhause für diesen und nächsten Tag.
Als erstes wurde uns unsere Hütte gezeigt. Die war super klein, es waren eine Matratze auf dem Boden und ein Moskitonetz drin, sonst passten nur noch unsere Taschen rein und das war es schon. Keine Klimaanlage, kein Ventilator, nix. Ist doch klar, hier gab es gar keine Zivilisation. Kein Strom (nur ein Stromgenerator, der der Abends angemacht worden ist) und kein Fließend Wasser (das Wasser war in sehr großen Plastikkanistern drin). Vor der Hütte stand ein Plastikstuhl. Nun gut, wir haben unsere Badesachen angezogen und sind als aller erstes in den See gesprungen um sich etwas abzukühlen, oder wie man es auch nennen kann, den der See war auch nicht wirklich kalt, sondern lauwarm. Es war ungefähr 10:30 am morgen und um 12:30 wurde unser Mittagessen vorbereitet. Ich habe die meiste Zeit geschlafen, weil ich diese Ruhe vermisst habe und um etwas Großartiges zu unternehmen war es viel zu heiß gewesen. Es war eine sehr Idyllische Atmosphäre.
So ging es dann auch den ganzen Tag, wir haben sehr lecker gegessen, im See gebadet und haben geschlafen. Viktor hat noch eine kleine Runde mit einem Kanu auf dem See gemacht. Übrigens wir waren dort die einzigen Touristen.
Am Abend war eine Jungle Tour geplant, aber leider hat es angefangen heftig zu regnen und ich meine das wirklich ernst, so ein Regen habe ich noch nie gesehen. Blitze, Donner und die Wolken waren sehr tief, dass man gar nicht die schönen Felsen sehen konnte. Die Sichtweite war wegen dem Regen sowieso nur 10 m. weit. Während dessen waren wir mit Ling im Haupthaus, wo sich die Küche, eine kleine Theke und einige Tische mit Suhlen standen. Wir beobachteten das Geschehen um uns herum. Die kleinen Hüte bewegten sich vom Wind hin und her, - ist doch klar, die waren nicht irgendwo fest verankert. Der Regen dauerte ungefähr ne halbe Stunde.
Ein Rat an alle, die auch mal in diese oder ähnliche Hütten kommen, packt eure Sachen alle in Plastiktütchen, beim Regen werden alle Klamotten nass selbst wenn die in Taschen verpackt sind, den die Hütten sind undicht und sind nur aus Strohähnlichen Material gemacht. Zum Glück waren unsere Klamotten genau so eingepackt und nur die Tüten waren nur nass geworden.
Nach dem Regen fuhren wir noch mit dem Boot raus um Gibbon Affen und die Nasshornvögel oben in den Bäumen zu beobachten. Unser Jungletrip wurde auf den nächsten morgen verlegt.
Zum Abendessen hat man uns aus der Stadt eine kleine Flasche Whisky per Boot mitgebracht. Die wir dann mit Cola gemischt haben und eine Runde für alle ausgegeben haben.
Die Nacht war sehr anstrengend. Ich habe sehr schlecht geschlafen. Es war furchtbar heiß. Obwohl wir ein Moskitonetz hatten und ich mich in mein Bettdeckenbezug (den ich extra von Zuhause aus mitgenommen habe, falls wir in genau solchen Situationen stecken) gekrochen bin, hatte ich das Gefühl das überall an mir winzig kleine Ameisen krabbelten. Und genau so war es auch, diese Biester haben mich überall gebissen.

Aber eine Erfahrung war es schon wert, das

mal durchgemacht zu haben.




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